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Wie kann der zukünftige Energiemix aussehen?

Der Umbau hin zu einer klimafreundlichen Energieversorgung ist eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Schon heute hat der Zuwachs der Erneuerbaren Energien alle Prognosen übertroffen, die Zuwachsraten steigen von Jahr zu Jahr.

Das 100% Ziel ist technisch und wirtschaftlich möglich.

Durch eine strategische Energie- und Klimapolitik könnte allerdings noch viel mehr erreicht werden. Das 100-Prozent-Ziel bis Mitte des Jahrhunderts ist kein Wunschtraum. Es ist technisch und wirtschaftlich möglich - und mit der richtigen Politik auch erreichbar. Dies ist auch deshalb wichtig, weil für die Bewältigung des Klimawandels bis 2050 etwa 95 Prozent des Treibhausgasausstoßes gegenüber 1990 reduziert werden müssen. Dafür muss der heutige Energiemix mit einem noch sehr hohen Anteil an fossilen und nuklearen Energien umgestaltet werden: die Erneuerbaren Energien müssen bis 2050 zu 100 Prozent die Strom- und Wärmeversorgung stellen. Heute stellen sie bereits 16 Prozent des Strommixes (1990 waren es noch drei Prozent). Um Richtung 100 Prozent zu gelangen, müssen jetzt die richtigen Schritte eingeleitet werden.

Die Erneuerbaren Energien sind zudem zu einem wahren Jobmotor geworden: Allein in Deutschland haben sie bereits 280.000 Arbeitsplätze geschaffen - bis 2020 können es laut einiger Prognosen 500.000 werden. Das sind weit mehr Beschäftigte, als etwa in der Atom- und Kohlekraft-Wirtschaft derzeit. Auch in punkto Energiesicherheit sind die Erneuerbaren Energien den endlichen fossilen Energien weit voraus. Sie verringern die Abhängigkeit Deutschlands von teuren Energieimporten aus oftmals instabilen Weltregionen.

Deutschland ist Exportweltmeister bei grünen Technologien

Als Technologiestandort und Exportnation ist Deutschland besonders von der Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte und der Innovationskraft seiner Industrie abhängig. Hier hat die Entwicklung von modernen Technologien für eine klimafreundliche Energieerzeugung ein enormes Wachstumspotenzial. Deutschland gehört zu den Weltmarktführern bei Erneuerbaren Energien. Die anstehenden Weichenstellungen im Energiebereich bestimmen daher, wer auf dem globalen Markt der Zukunftstechnologien gut aufgestellt ist.

Jobwunder, Energiesicherheit, Exportchancen und Technologieführerschaft: Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist ein besonders gutes Mittel, um die Wirtschaftskrise mit zukunftsfähigen Investitionen - oft aus dem Mittelstand - zu meistern. Immer mehr Studien zeigen: Eine Strom- und Wärmeversorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien ist technisch möglich. Sie wird volkswirtschaftlich nicht teurer und ist mindestens genauso verlässlich, wie bei herkömmlichen Energieträgern. Erneuerbare Energien müssen nicht importiert werden und sie sind fast unendlich vorhanden.

Wie erreichen wir die Energiezukunft?

Wie kann der zukünftige Energiemix aussehen? Was können die Erneuerbaren wirklich leisten? Können wir uns den zügigen Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft leisten?

Die Politik muss Erneuerbare Energien im vollen Umfang fördern und die gesetzlichen Grundlagen für den Aus- und Umbau der Stromnetze und -speicher schaffen. Außerdem ist es wichtig, dass eine Investitionssicherheit auch seitens des Staates gegeben ist. Um den Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht zu behindern, muss am Atomausstieg festgehalten sowie auf den Neubau von Kohlekraftwerken verzichtet werden - zumindest solange nicht gesichert ist, dass diese mit einer funktionierenden CO2-Abscheidung ausgerüstet sind. Auf europäischer Ebene muss das Klima- und Energiepaket, unter anderem die rechtlich verbindlichen Erneuerbaren-Energie-Ziele, konsequent umgesetzt, ein europäisches Stromnetz geschaffen und mehr für die Energieeffizienz getan werden.

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Intelligente Stromnetze und neue Speichertechniken sind grundlegende Vorraussetzungen für die Energiezukunft. Welche Vorteile bieten die neuen Netze und wie funktionieren sie? Wie kann Energie effizient gespeichert werden?

 



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