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Um auf 100 Prozent Erneuerbare Energien umzustellen, muss die Energieeffizienz deutlich gesteigert werden.

Um auf 100 Prozent Erneuerbare Energien umzustellen, muss die Energieeffizienz deutlich gesteigert werden. Doch wie kann Energie besser genutzt werden? Und ist Energiesparen ohne Komfortverzicht überhaupt möglich?

Die beste Kilowattstunde ist die, die nicht verbraucht wird. Aber heißt das, dass man auf Heizung, Licht oder Kühlschrank verzichten muss? Klare Antwort: Nein! Energie lässt sich sehr einfach effizienter nutzen. Auch ohne große Komfortverluste kann gespart werden. Allein im Haushalt ergeben sich viele Möglichkeiten, Kosten und Energieverbrauch zu senken. Einige leicht umsetzbare Tipps mit weiterführenden Links zum Thema Energiesparen finden Sie hier.

Die Steigerung der Energieeffizienz hilft, einfach und ohne große Komfortverluste Energie einzusparen.

Der Klassiker: Standy-by-Betrieb. Hier lässt sich schnell und ohne große Investition mit einer Steckerleiste bares Geld sparen. Auch sparsamere Elektrogeräte, LED-Beleuchtung und der Verzicht auf häufig unnötige Stromfresser wie Wäschetrockner und Durchlauferhitzer sparen Strom und entlasten das Portemonnaie. Eine neue Dämmung des Wohnhauses, samt Wärmeschutzverglasung und Wohnungslüftungsanlagen, kann dazu die Heizkosten massiv senken. Die Investition rechnet sich schnell: Bislang fördert der Staat diese Sanierungsmaßnahmen - und steigert seine Steuereinnahmen gleichzeitig durch die Konjunkturbelebung. Ein Gewinn für Bewohner, Staatskasse und Handwerk.

Warum nimmt der Energieverbrauch nicht stark genug ab?

Im Rahmen einer klimafreundlichen Energieversorgung gilt es, Energie deutlich wirkungsvoller zu nutzen als bisher. Dennoch konnte der Energieverbrauch bis zur Wirtschaftskrise nicht wesentlich gesenkt werden. Erst in der Sondersituation der abflauenden Wirtschaft in den letzten Jahren nahm auch der Energieverbrauch rapide ab. Sobald die Wirtschaft wieder anspringt, wird aber auch der Energieverbrauch wieder steigen. Gleichzeitig ist wichtig: Größere Geräte, Autos oder Wohnungen sollten die Effizienzfortschritte nicht gleich wieder auffressen.

Bei der Entwicklung sparsamer Elektrogeräte gab es in den letzten Jahren viele Fortschritte. Allerdings sind auch wesentlich mehr Geräte im Einsatz als früher und der Verbrauch sinkt dadurch weniger als eigentlich möglich wäre. Im Gebäudebereich werden immer mehr Häuser wärmesaniert - doch auch diese Fortschritte werden zum Teil dadurch „aufgefressen“, dass immer weniger Menschen in immer größeren Wohnungen leben. Fazit: Energiesparen bedeutet keinen Komfortverzicht. Es kann sogar die Lebensqualität steigern, setzt aber eine Lebensweise mit Augenmaß voraus.

Energieeffizienz in Industrie, Gewerbe und Verkehr

Auch in Industrie und Gewerbe sind große Sparmöglichkeiten vorhanden. Das Nutzen von Wärme, die bei Arbeitsprozessen entsteht, ist nur ein Aspekt. Auch bei Elektromotoren, Beleuchtung, in Pumpensystemen, bei der Kälte- oder der Fördertechnik lässt sich Energie viel effizienter als bisher einsetzen; auch hier häufig mit sehr schnellem ökonomischen Nutzen. Zusätzlich bietet der Verkehrsbereich viele Möglichkeiten, Energie wirkungsvoller zu nutzen. Das Umsteigen auf Bahn und Bus vermeidet viele Emissionen. Doch es muss hier jetzt verstärkt investiert werden, wenn im Jahr 2050 zumindest jeder zweite Personenkilometer durch öffentlichen Nahverkehr zurückgelegt werden soll.

Verbrauchsarme Autos schonen nicht nur den Geldbeutel, sondern auch das Klima. CarSharing wird zunehmend zur attraktiven und günstigen Alternative zu Parkplatzsuche und KFZ-Steuer. Und für kurze Wege bietet sich oft das Fahrrad an.

Was muss auf der politischen Ebene geschehen?

Wie sich das alles umsetzen lässt? Natürlich brauchen wir auch hier die richtigen politischen Rahmensetzungen, für die sich die Kampagne „100 Prozent Zukunft“ einsetzt. Nötig ist etwa ein Gesetz, um besonders stromfressende Geräte zu ersetzen und gleichzeitig Effizienztechnologien zu fördern. Staatliche Zuschüsse, beispielsweise bei der Gebäudesanierung, müssen weiter ausgebaut werden.

Außerdem sollte der Staat seine Marktmacht als größter Konsument in Deutschland nutzen und ökologisch sinnvoll investieren - etwa beim Einkauf von IT-Servern und im Verkehrs- und Gebäudebereich. Gleichzeitig müssen Anreize so gesetzt werden, dass es deutlich attraktiver wird, sparsame Autos zu kaufen. Im Transportbereich muss dazu der Umstieg auf den öffentlichen Verkehr weiter vorangebracht werden - im Personen- genauso wie im Gütertransport.

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Wie kann der zukünftige Energiemix aussehen? Was können die Erneuerbaren wirklich leisten? Können wir uns den zügigen Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft leisten?



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