Der Ausbau der Stromnetze gilt als Nadelöhr der Energiewende. Zur viel gestellten Frage, wie viele Kilometer und welche neuen Leitungen gebraucht werden, gehört die Betrachtung des gesamten Stromversorgungssystems: Welche Kombination aus Kraftwerken, Energiespeichern und Netzen ist zukunftsfähig? Welche Szenarien gibt es, mit welchen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft? Was müssen Entscheider angesichts der Langfristigkeit und hohen Kosten von Investitionen in Energieinfrastrukturen wissen, um sie richtig zu lenken? Welche Gestaltungsmöglichkeiten hat der einzelne Bürger bzw. lokale Gruppen bei der Entscheidung über Energieinfrastrukturen? Wie wird sich das Alltagsleben durch intelligente Stromnetze (Smart Grids) verändern, z.B. durch eine stromangebotsorientierte Steuerung unserer Haushaltsgeräte? Und wie funktioniert unsere Stromversorgung überhaupt genau – heute und morgen?
Auf der Tagung erläutern Fachleute die Funktionsweise des Stromversorgungssystems, stellen Szenarien zur Energieinfrastruktur von morgen vor und benennen die Akteure, die an den Diskussionen und Entscheidungen beteiligt sind. Gemeinsam mit den MultiplikatorInnen werden Akzeptanzfragen und die Herausforderungen für die Bildung diskutiert. Anhand von Beispielen wird vorgestellt, wie die Fragen der Energieinfrastruktur an Hochschulen verankert werden, welche Bildungsangebote es für den schulischen Bereich gibt und wie Bildung das Engagement von Bürgern für die dezentrale Energieversorgung unterstützen kann.
Zielgruppen der Tagung sind MultiplikatorInnen aus dem Hochschulbereich und dem schulischen, außerschulischen und Lehrerbildunsbereich sowie kommunale PolitikerInnen, PlanerInnen und VertreterInnen von Bürgerinitiativen.
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